Der Kanton Fribourg unterstützt eine nachhaltige Logistik
Der Kanton Freiburg gibt die Auswahl des ersten Projekts bekannt, das aus der im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) lancierten Ausschreibung für Kooperationsprojekte (APC) hervorgegangen ist. Diese Ausschreibung, die auf die Verbesserung von Lieferketten und einer CO2-optimierten Logistik setzt, verfolgt das Ziel, die Entwicklung innovativer und nachhaltiger Lösungen innerhalb der Freiburger Wirtschaft zu fördern.
Projekt der neuen Regionalpolitik für die Umrüstung auf Wasserstoff ausgewählt
Nach Abschluss der Ausschreibung, die sich durch eine rege Beteiligung auszeichnete, wurde das Projekt H2TICE (Hydrogen Truck Internal Combustion Engine) der HEIA-FR und eines Industriekonsortiums für eine NRP-Finanzierung in Höhe von 290'000 CHF ausgewählt. Es soll die Machbarkeit der Umrüstung von Schwerlastkraftwagen auf Wasserstoffantrieb demonstrieren, indem ein bestehendes Dieselfahrzeug in einen Lkw mit Wasserstoffverbrennungsmotor (H2-ICE) umgebaut wird. Diese Lösung ermöglicht eine schnelle und wirtschaftlich erschwingliche Dekarbonisierung, indem sie die Lebensdauer von noch voll funktionsfähigen Fahrzeugen verlängert und gleichzeitig deren Emissionen drastisch reduziert.
Ein Aufruf zur Mobilisierung der Freiburger Szene
Der erstmals zu diesem Thema lancierte Aufruf NRP 2025 stiess auf reges Interesse: Es wurden fünf Projektskizzen eingereicht, die eine Reihe von Themen abdeckten, von der intelligenten Optimierung der Logistikabläufe bis zur Valorisierung von CO2-Verpflichtungen. Insgesamt beteiligten sich 19 Unternehmen, darunter 13 aus Freiburg, an dieser kollektiven Innovationsdynamik.
Die Projekte wurden in ihrer Reifephase von der Technologie- und Innovationsplattform INNOSQUARE begleitet, die die Strukturierung der Konsortien und die Ausarbeitung der Entwürfe vor ihrer Bewertung durch den Exekutivausschuss unterstützte. Auf dieser Grundlage wurde nur eine einzige Initiative für die Entwicklung eines offiziellen NPR-Finanzierungsantrags ausgewählt: das Projekt H2TICE, das sich durch sein Wirkungspotenzial, seine Machbarkeit und seine Fähigkeit, ein kohärentes Eigensystem zu schaffen, auszeichnete.
Eine regionale Wasserstoffbranche im Aufbau
Das Projekt H2TICE vereint Industrie- und Hochschulpartner mit sich ergänzenden Kompetenzen: HEIA-FR (Institut SeSi), Kolly Management SA, Zbinden Posieux SA, GreenGT SA, New Generation Tanks SA und Gruyère Hydrogen Power SA. Gemeinsam entwickeln sie einen Demonstrator, der die gesamte Wertschöpfungskette abdeckt: Motor, Fahrzeugintegration, Wasserstoffspeicherung, Sicherheit, Betankung und Energieoptimierung.
Diese Zusammenarbeit ist Teil einer ehrgeizigen regionalen Dynamik, die darauf abzielt, die Entwicklung von Wasserstoffinitiativen im Kanton im Einklang mit den kantonalen Leitlinien in Bezug auf CO2-Neutralität, Energieversorgungssicherheit und lokale Wertschöpfung zu unterstützen.
Innovation im Dienst einer saubereren Logistik
Die H2-ICE-Technologie bietet eine pragmatische und schnelle Alternative zu batterie- oder brennstoffzellenbasierten Elektrolösungen: Sie ermöglicht die Nutzung bestehender Fahrzeuge, senkt die Investitionskosten und stützt sich auf eine sich rasch entwickelnde regionale Infrastruktur für grünen Wasserstoff. Zu den erwarteten Ergebnissen gehören die Vorführung eines nachgerüsteten Lkw unter realen Bedingungen, die energetische und wirtschaftliche Bewertung der gewählten Lösung sowie die Vorbereitung eines reproduzierbaren Industrialisierungsmodells innerhalb der Partnerunternehmen.
Eine NRP-Initiative, die ihre Relevanz bestätigt
Mit dieser ersten thematischen Ausschreibung stärkt die NRP ihre Rolle als Innovationskatalysator. Die eingereichten Projekte zeugen von einem starken Interesse der Freiburger Unternehmen an der Transformation ihrer Wertschöpfungsketten, unterstützt durch digitale Technologien, kooperative Ansätze und Nachhaltigkeitsanforderungen.
Weitere thematische Ausschreibungen sind für die kommenden Jahre geplant, um diese Dynamik der industriellen Zusammenarbeit fortzusetzen und die Entwicklung von Lösungen zu fördern, die den wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen des Kantons gerecht werden.
www.promfr.ch/npr-appel